bernd-schacht - Flut an der Ahr 07.21

1.08.2021
Mittlerweile bin ich am Freitag Abend von der 3.ten Hilfstour zurückgekommen. Mein Stellplatz diesmal am Weingut Sonnenberg in Bad Neuenahr für drei Tage.
Das Weingut liegt unten im Tal, ist aber verschont geblieben vom Hochwasser. 
Hier gibt es die Michaela (Michi genannt) als Chefin am Weingut. Ihr Job im Moment ist allerdings auch die Vermittlung von freiwilligen Helfern für die Flutopfer. 
Das Weingut bietet in normalen Zeiten auch 15 Wohnmobil Stellplätze an. Am Abend fühlte man sich hier wie im Urlaub.  

Am Freitag gab es viele Helfer in diesem Wohnhaus. 


Schreckliche Schicksale






Ein großes Helferteam am Freitag






Mein Schwager Edi als Fluthelfer


Ein Geldversteck wurde im Haus der ertrunkenen alten Dame gefunden. Man kann es hier gut gebrauchen.


Der Wasserstand hier im Erdgeschoss bis fast unter die Decke.


Der Schlamm ist raus.


So sah es vorher aus.




Unsere "Baustelle" am Mittwoch und Donnerstag.


Am Abend abschalten am Weingut in Neles Wohnmobil.


































22.07.2021
Eine unverhoffte Wohnmobiltour in das einst so schöne Ahrtal nach Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Leider mit den Eindrücken der schrecklichen Jahrhundert Flutkatastrophe.
Es gab für mich nach den schlimmen Berichten, kein halten. Hier muss man helfen. 
Wichtig war aber Kontakt mit einem Betroffenen aufzubauen. Ausgesucht habe ich dann einen Kollegen aus meiner "alten" Branche, Gas, Wasser Heizung. Die Firma HSH Heizung, Sanitär Herschbach. Selbst arg betroffen mit Betrieb, Wohnhaus und das Elternhaus.
Ideales Hilfsmittel natürlich mein Wohnmobil. So war die erste Tour am letzten Wochenende mit Franzi und Benny gemeinsam. 
Katastrophe ist noch milde ausgedrückt. Es ist hier wie nach einem Krieg. Es ist da teilweise nichts mehr da. Vieles muss abgerissen werden.
Aber ihr kennt ja alle die Bilder aus dem TV. Das ist mit RTL,ZDF und ARD natürlich täglich präsent vor Ort hier.
Unsere scheidende Kanzlerin war wie so viele aus der Politik auch da.
So galt es den Leuten zu helfen und die furchtbaren Eindrücke zu verarbeiten.
Nette Menschen hier kennengelernt und so einiges erlebt.
Nicht so toll war dann noch unser Wohnmobil Plattfuß hier im Gewühle. So habe ich zumindest endlich mal die Erfahrung (mit Benny gemeinsam) machen dürfen wie man das Notfallset zur Reifen Reparatur einsetzt.
Auf der Verlustliste war dann auch noch meine Aufbisschiene für die Nacht. Da es wohl morgens irgendwie ohne Zähneputzen an die Arbeit ging habe ich das Ding später in meine Hosentasche versenkt. 
Na, ja, es ist wohl  im Schlamm versunken ! 
Unter anderem habe ich meinen Hochdruckreiniger vor Ort gelassen. Gerade so was wird Händeringend benötigt. 
Wieder gestartet, diesmal alleine und mit Neles Wohnmobil (eigentlich der erste Härtetest, da ich das ja im Winter zum Wohnmobil umgebaut hatte) 
Klar war mir das ich nun nicht mehr mitten in das "Gewühle" fahren wollte. So ergab sich durch einen Anruf das ich in dem Örtchen Lantershofen, oben ich den Weinbergen gelegen und sehr idylisch, bei einer Destillerie stehen konnte. 
Sehr nette Gastgeber und hier oben ist 1,5 Km weg vom Geschehen von der Katastrophe kaum etwas zu spüren. 
So war auch mein zweiter Einsatz hier äuserst Anstrengend und beladen mit vielem was zu verarbeiten bleibt bin ich nun wieder zu Hause. 

Resüme:  So was schreckliches habe ich zu vor noch nie gesehen. Hilfe ist dringend nötig. 
Aber das allerbeste ist sicher derzeit das man Geld spendet. Helfer sind meiner Meinung nach fast schon zu viele dort. Was jetzt ansteht hat viel mit dem hochgiftigen Schlamm zu tun. Der muss aus den Kellern. Da ist Vorsicht geboten. 
Was an allen Ecken und Enden fehlt ist das Equipment zur Stromerzeugung, Wasserbehälter, Hochdruckreiniger, starke Pumpen für den Schlamm, Leuchten, Batterien, Taschenlampen, usw. 
Was derzeit nicht mehr geht ist das mit der Bekleidung und so. Denn da liegt alles voll. Die Menchen haben ja oft kein Heim mehr. Wo sollen sie dann mit dem Klamotten hin.
Wichtig ist noch, wenn man dennoch anreist zum helfen, das man auswärts parkt und die bereitgestellten Shuttlebusse nutzt. 

Bald werden Handwerker gebraucht zum wieder Aufbau. 

Nun einige Fotos dazu.

Mit Franzi und Benny am Wochenende






Ohne Worte




Über Nacht mit dem Wohnmobil und Plattfuß mitten drin




"Deutschland hilft"




Mein "Gastgeber" die Firma HSH




So was von "platt" am Abend.








Heute Morgen, oh Schreck, musste ich vor der Arbeit erst mal zum testen. Aber der war negativ!

Test und Impfzentrum in Ahrweiler
























Im letzten Jahr waren Rosi und ich hier noch mit unserem Tandem unterwegs.































 

 

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