Romantische Straße:
www.romantischestrasse.de/

6.07.2020
Es ist Abend und wir stehen an einem Weingut im Taubertal. Hier kreuzen sich die Tauber mit ihrem idyllischen Tal und die Romantische Straße.
Unser Ort heißt Röttingen, ein Ort wie so viele hier mit einem gepflegten Erscheinungsbild, einem Altstadtteil, vielen Weingütern und den sogenannten Besenwirtschaften.
Unsere Reise hierher war, da Sonntag, recht angenehm. Hier gibt es einen Städtischen Stellplatz für Wohnmobile und eben den eigentlich schöneren hier im Familien geführten Weingut.
Es gibt im Weingut 10 Plätze. Gestern und heute stehen hier 5 Wohnmobile mit meistens netten Menschen die darin wohnen.
www.weinbau-bach-roettingen.de/index.html
Gestern nach der Ankunft habe ich schon mal Röttingen erkundet. Rosi hat derweil entspannt am Wohnmobil.
Das Wetter am Anreisetag war super. Der heutige Tag war Wettermäßig so Deutsch Sommerlich! Eben mal so und mal so.
Das Weingut hat, wir konnten eine kleine Weinprobe mache, leckeren und preiswerten Wein im Angebot. Wir haben uns eingedeckt, zunächst für den Abend und dann heute für die nächsten Tage.
In der Nacht gab es sogar heftigen Regen. Zudem war unsere Nacht, wahrscheinlich weil wir an der Tauber stehen, mit einer Fliegenplage einher gegangen.
Das haben wir allerdings heute im Griff mit unseren Fliegengittern an Fenstern und Türen.
Heute Morgen sind wir dennoch recht fit und der Tag fängt an mit Sonne pur und einem schönen Frühstück an Bord.
Recht früh radeln wir dann wie geplant nach Weikersheim. Sehr schönes Städtchen. Macht Lust auf mehr!
Unser Stellplatz in Röttingen befindet sich im Freistaat Bayern. Alles andere um uns herum wie auch Weikersheim ist da wir uns hier im Grenzgebiet befinden, dem Bundesland Baden-Württemberg zugehörig.
Zum Mittag sind wir beide wieder im Heim. Es war ein zunächst mal kurzer Trip mit hin und zurück ca. 16 KM.
Am Nachmittag geht es nun nach Creglingen im Taubertal, auch wieder über die „Grenze“ ins Nachbarland. Das waren dann so um die 25 KM zu radeln.
Schön und gepflegt, aber im Vergleich zu Weikersheim am heutigen morgen absolut im Nachteil.
Was fehlt sind aber immer noch die Touris aus Allerwelt und auch sicher viele aus unserem Deutschen Lande.
Die „Romantische Straße“ ist ansonsten vielbesucht. Den Flyer gibt es in vielen Sprachen.
Jetzt hält es sich sehr in Grenzen. Viele Beherbergungsbetriebe warten auf Gäste, ebenso viele Winzer, ………, Gasthöfe, usw. warten auf ein Ende der jetzigen Verhältnisse.
Man spürt es überall, dass das Leben fehlt.
Aber uns gefällt es trotzdem gut, hier zu sein. Das Wetter wir noch ganz annehmlich und wir werden jede Menge schönes sehen.
Nach unserer Rückkehr von der heutigen Radtour gibt es das erste „grillen“ und wir genießen den Abend „zu Hause“.
Meine Planung für die nächsten Tage steht soweit. Morgen fahren wir noch mal ein wenig in Richtung der Heimat. Tauberbischofsheim und Lauda-Königshofen sind unsere Ziele.
Wobei wir genaugenommen auch hier wieder ein Weingut als erste Adresse anpeilen.
Da gibt es jedoch nur drei Stellplätze und wir werden sehen ob ansonsten „Plan B“ in Frage kommt. Allerdings auch ein Weingut.
Weit zu fahren haben wir nicht, es ist sozusagen um die Ecke. Aber das ist halt auch das schöne unserer gesamten Reise das nächste Ziel ist nie weit weg.
7.07.2020
Rosi und Bernd sind jetzt gerade mal seit Sonntag unterwegs. Es ist jetzt Dienstag Abend und unsere Erlebnisse und Eindrücke lassen uns mal wieder denken das es mindestens eine ganze Woche Wohnmobil-Tour ist.
Die Anreise Sonntags war perfekt und trotz Ferien in Deutschland mit akzeptablem Verkehrsgeschehen.
Auf unserer Tour „Romantischen Straße“ werden wir einige Stationen wie Würzburg, Rothenburg ob der Tauber und Donauwörth auslassen, da wir dort schon mal waren.
Der erste Stopp in Röttingen am Weingut Bach war schon mal gut.
Guter Wein, wir haben uns so einiges mitgenommen, auch für die zu Hause.
Die umliegenden Orte wie Weikersheim (das war schon toll) und Creglingen haben wir per Tandem erkundet.
Der Weinbauer unseres Stellplatzes hatte auf jeden Fall erkannt das die Wohnmobil Gemeinschaft wächst. Er hat 10 schöne Stellplätze geschaffen und es ist ein reges Leben hier.
Wir stehen hier zwei Nächte und dann geht es weiter.
Gestern Abend habe ich dann eigentlich den weiteren Verlauf der Tour kreiert. Jedoch haben wir beide heute Morgen nach den Wetterprognosen für die kommenden Tage, entschieden weiter in Richtung Süden der Romantischen Straße zu fahren.
Unser Ziel heute war dann Dinkelsbühl. Wir waren „hin und weg“, eine Altstadt vom feinsten. Ob es denn nun wirklich die schönste unseres Deutschen Landes ist, können wir so nicht beantworten.
Jedenfalls sind die Eindrücke sicher bleibend. Am Morgen nach der Ankunft am Stellplatz (nicht ganz so prickelnd) sind wir alsbald mit unserem Tandem auf Besichtigung.
Am Nachmittag nach der Siesta geht es nochmal zu Fuß los. Auch hier in der schönen Altstadt ist zumindest relativ viel Leben, aber es ist Covid 19 überall zu spüren. Sei es in immer noch geschlossenen Hotels, Gasthöfen und auch anderer Einrichtungen, sowie an der Mund und Nasenschutzpflicht, der Abstandsregeln, uvm.!
Na, ja, so ist es nun mal derzeit, wir müssen das so akzeptieren und hoffen irgendwann zu sagen, wir haben das erlebt und überlebt.
So wie wir nun mal sind waren wir um 15:15 Uhr in Richtung Wohnmobil unterwegs und es reiften die Gedanken entweder einzukehren und ein gutes gezapftes Bayrisches Bier zu trinken oder aber die Romantische Straße weiter zu fahren.
Da verstehen wir uns beide in den Entscheidungen und es war schnell klar, heute noch gibt es ein neues Ziel.
Nördlingen, nicht weit zu fahren und mit Altstadt und Stadtmauer und allem was schön ist.
Es wurde dann ein wenig länger wegen einer Umleitung. Aber die Landschaft bei herrlichem blau- weisem Himmel, wunderschön.
Der Stellplatz in Nördlingen, ganz angenehm, am Rande der Altstadt, aber gut gefüllt. Na, es gab trotzdem einen guten Platz für uns.
So haben wir dann nach einem Kaffee an Bord noch das Tandem ausgepackt und besichtigt. Ich muss zugeben auch mit der Absicht nun ein Bayrisches gezapftes Bier zu trinken und wenn es passt etwas zu essen.
Das hat alles gepasst und wir waren dann um 18:30 „alle Mann an Bord“.
Der Abend war dann „Smalltalk mit den Nachbarn, ein Weinchen, für Rosi die Sendung „in aller Freundschaft“ und ich schreibe dann diese Zeilen.
Was Morgen wird werden wir sehen!
8.07.2020
Am heutigen Morgen habe ich noch die Stadt Nördlingen auf der völlig intakten Stadtmauer umrundet. Tolle Ansichten und tolle Aussichten auf die Stadt, über den Dächern.
Eine kleine Radtour ins nächste Örtchen und ein wenig einkaufen, dann war schon die Mittagsruhe.
Längst war beschlossen das wir heute bereits bis nach Augsburg fahren werden. Das war auch wegen des Wetters nötig.
Die Entscheidung war Goldrichtig. Fast 2/3 unseres Deutschen Landes haben dicke Wolken mit Regen.
Je weiter man unten in Richtung Alpen fährt, desto besser gestaltet sich der Himmel. Und so war es in der Tat. Konnten bei schönem Wetter die erste Erkundungsfahrt in die City von Augsburg vom Stellplatz an der Wertach starten.
Der erste Eindruck der Stadt Augsburg ist nicht schlecht,….. aber Ulm, München, Regensburg und so einige andere haben uns besser gefallen.
Allerdings haben wir hier ja zunächst den nur ersten Eindruck!
So war es mal wieder ein Tag mit vielen Erlebnissen und Eindrücken, der endete wie so oft, mit grillen, chillen, Wein, Bier und etwas Fernsehen.
10.07.2020
Alles gut und wir haben mal wieder „gewendet“ um ungefähr 140 Grad in Richtung Neckar.
Genau genommen stehen wir am Weingut Felsengarten in Besigheim. Besigheim am Neckar nennt sich selbst, die schönste Weinstadt Deutschlands. Wobei wir das muss ich betonen, schon begeistert waren von dem Städtchen.
Aber, wie das nun wieder, 140 Grad, das heißt in die andere, fast entgegengesetzte Richtung und über zwei Stunden weg vom eigentlichen Ziel des heutigen Tages (Freitag der 10.07) Landsberg am Lech! Klar, wegen des Wetters, bzw. wegen des aufkommenden Wetters. Das sagte für den allerSüdlichsten Teil Deutschlands nichts gutes vorher. Es waren Gewitter, Sturm und Starkregen mit Unwetterpotenzial vorhergesagt. Zudem sollte es den ganzen kommenden Tag regnen.
Nichts für uns und unser fahrendes „Hotel“. So haben Rosi und ich gestern Abend, nach den Wettermeldungen beschlossen heute die Kurve Richtung Heimat zu machen. Der Alpenblick bleibt uns nun verwehrt.
Egal, das ist eben das was bei uns den „Kick“ für diesen „Wohn und mobil Urlaub“ ausmacht.
Die Richtung, auch an den Neckar wäre es eigentlich einige später eh Tage geworden. Die Route ergab sich nicht nur wegen des Wetters und wegen dem schönen Neckar, sondern auch Rosis „Tante Gitti“. Die wohnt mit ihrem „Siggi“ in Auenwald nahe Marbach am Neckar.
Nachdem wir nun heute ein wenig am Neckar geradelt sind und dieses tolle Städtchen Besigheim besichtigt haben und ich in den Weinbergen gewandert bin, mit guten Steigungen, ist es bei immer noch tollem warmem Wetter die richtige Entscheidung gewesen.
Jetzt gerade aktuell wo ich die Zeilen schreibe ist der Himmel bedeckt, aber die Unwetter sind weit weg und die Temperatur stimmt“
Augsburg Tag 2 und der Eindruck vom ersten Tag hat sich bestätigt, für uns beide nicht dass a..ha.., Erlebnis. Wunderschön sind die beiden Flüsse Lech und Wertach, welche den Stadtkern umschließen. Insbesondere die vielen Radwege und die Freizeiteinrichtungen, Badestellen, die Seen und die Biergärten. Der Rest bietet einfach viel Stadtleben. Sicherlich auch schönes wie zb. Die Fuggerei (älteste Wohnsiedlung der Welt??!!), der zentrale Platz am Rathaus, auch viel altes an Gebäuden, aber keine Altstadt in dem Sinne und auch kein Brauhaus. Viele Radwegnetze in der Stadt nicht so super Beschildert wie wir meinen. Ampelstopps ohne Ende mit dem Fahrrad.
Der Stellplatz an der Wertach war ganz angenehm inklusiv der mal wieder netten Nachbarn.
12.07.2020
Nun sind wir wieder zu Hause gelandet! Einige Tage früher als geplant. Aber, ist ja klar wir sind gerne weg, aber auch gerne zu Hause. Da war einmal das Wetter Problem, im Südlichsten Deutschland und zu Hause gab es einiges relativ wichtiges welches erledigt werden musste.
Wir haben das mit dem Wetter und unserer Wende ja mal wieder richtig gemacht.
Unser Stellplatz, mal wieder ein Weingutim Neckartal und was für eins. Riesig große Weinberge zeugten auch davon. Hier war richtig was los. Aus nah und fern wurde hier Wein gekauft.
Ein sehr schön gemachter Ladenverkauf und eine angegliederte Vesper und Weinverkostungsecke machte das übrige.
Der Wein, es gibt unendlich Auswahl, schmeckte sehr gut. Haben was mitgenommen auf die Heimreise.
Hier am Neckar hätten wir auch noch gut bleiben können.
Aber wir haben uns entschieden nachdem Besuch und der Nacht bei Rosis Tante in Auenwald, mit toller Verpflegung, nun doch wegen der anstehenden Aufgaben nach Hause zu fahren.
Der Trost ist das es sicher alsbald wieder losgeht zur nächsten Tour.
Der Neckar hat uns dann also auch begeistert. Es gibt ganz viele alte Städtchen. Wobei wir uns in der kurzen Zeit auf den Ort schönen Besigheim und die Gegend und den Neckar drum herum konzentriert haben.