bernd-schacht - 16.11. Sri Lanka


16.11.2016 Sri Lanka

Wetter : 35 *  sonnig

Heute ist Tag 66 unserer Weltreise und ein Kurzbesuch in Sri Lanka von 8:00 bis 17:00 steht auf dem Plan.
ein Euro Foto !

Soeben erlebe ich nach einer guten und Schmerzfreien Nacht, das einlaufen im Hafen von Colombo, Sri Lanka, der sogenannten „Träne Indiens“.

So genannt, da es direkt unterhalb Indiens liegt, an der Engsten Stelle sind es nur 55 KM Entfernung und eben aussieht wie eine Träne.

Ich sage mal, im Nachhinein betrachtet ist es der Vorgeschmack auf das was wir in Indien erleben werden.

Wunderschönes  Wetter schon am frühen Morgen. Bestimmt 28 Grad um 7:30 und eine tolle Ansicht auf die Stadt und auch der Industriehafen wo wir ankern birgt interessante Ansichten.

Es geht mir sehr gut und meine Stimmung ist super. Bin gut drauf!

In der Nachbarschaft liegt auch das Deutsche Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff TUI 2“.

Rosi und ich haben uns wie so oft  für einen Individuellen Ausflug  entschieden um die Stadt kennen zu lernen.

Andere haben halt Ausflüge mit Costa gebucht oder bevorzugen die Entspannung in einem Resort am Ozean.

Wir sind jedenfalls um 10:30 mit dem kostenlosen Shuttle vom Hafen in die Innenstadt gefahren.
Gemeinsam mit Liane, Hansi und Bernhard.

Dann mussten wir die Gemeinsamkeit aber aufgeben, da  die Tuck-Tuck,s zumindest hier nur zwei Fahrgästen Platz bieten.

Der Tuk-Tuk-Blinker

Schnell werden wir mit einen Tucktuck-Rider einig, dass er uns eine Stunde durch die Stadt kutschiert.
Wir vereinbaren einen Preiß von fünf Dollar (1$ = 1450 Rupien) um uns das gewünschte zu zeigen.

Meine Ermahnung „Drive Slow“ (langsam zu fahren) hatte er wohl nicht verstanden. Es ging im Kamikaze Tempo von einem Ort zum anderen.

"Kamikaze Tuk-Tuk"

Es gab ein paar Stopps. Auch an Buddhistischen Tempeln, wo aber die Hölle los war und die Leute Arbeit hatten ihr Schuhe wiederzufinden, welche man natürlich vor der Begehung ausziehen musste. Zudem war Rosi unten herum zu kurz gekleidet und wir erhielten auch deshalb keinen Zutritt.

Unterwegs wurde uns einiges geboten. So konnte ich Fotos von Rosi mit einem kleinen süßen Äffchen machen. Natürlich gegen Bakschisch!  Ich gab ihm einen Dollar für das Foto.

Er meinte das reiche nicht für dem Affen Futter zu kaufen. Es müssten schon fünf Dollar sein. Ich habe ihm dann noch einen Dollar zusätzlich gegeben.

Als er dann noch seine Kobra aus einem Sack holen wollte haben wir uns dankend verabschiedet.

Die hätte er sicher Rosi um den Hals gelegt und ich hätte dann die Rettung alarmieren müssen.

Übrigens gab es heute Morgen auch wieder Ambulanz Abtransporte vom Schiff wohl in die Klinik hier vor Ort.

Also, das Tucktuck-Abendteuer haben wir dann nach einer Stunde überlebt.

Aber leider wollte sich unser Driver Namens „Simat“, als er uns am so genannten  „Word Trade Center“ raus gelassen hat, nicht an den vereinbarten Preis halten. Er wollte 10 $ anstatt 5 $ haben.

Ich habe ihm gesagt „ You are not my Friend“! Wir sind dann ausgestiegen ohne eine freundliche Verabschiedung.

Allerdings haben wir nur das vereinbarte bezahlt.

Zunächst haben wir eine Pause an der sehr einfach gestalteten Promenade gemacht. Haben dem Leben hier zugeschaut.

Dann sind wir zu Fuß ins Stadtgetümmel. Ich sage euch unglaublich, dieses zu erleben.

Schade das es Rosi einfach zu viel und zu laut wurde inzwischen der vielen Menschen und in dem Lärm und den Gerüchen und Abgasen.

Außerdem waren es ja so um die 40 Grad. Zumindest wurde das in unserem Tucktuck zu vor angezeigt.

Was ich in dieser Stadt allerdings vermisst habe und das habe ich zuvor noch nie so erlebt, es fehlten gänzlich die bekannten Größen wie Mc Donalds oder auch Starbucks.

Um eben mal billig die Grüße ins WWW. zu senden.

Vielleicht war das für uns in dieser Großstadt eben  einfach nur unentdeckt geblieben.

Was man überall findet sind bewachte Gebäude mit Männern und Maschinenpistolen.

Vor allem am Präsidentenpalast und an einem Regierungsgebäude.

Als Rosi dann streikte, ich hatte eigentlich noch viel Spaß an dem munteren, chaotischen Geschehen hier, habe ich  eines von den (?) hunderten Tucktucks geordert für den Transport zum Schiff.

Ich glaube hier hat mindestens jeder 2.te so ein Gefährt!

Und es ging auch jetzt wieder mit vollem Tempo zur Sache! Ich habe das geschehen so gut es ging Fotomäßig und per Film festgehalten.

Es ist schon der pure Wahnsinnsich sich so in ein Ding rein zu setzen. Zuhause klickt als erstes der Gurt.
Hier sitzt man bei vollem Speed in einem Tucktuck, offen und ohne Gurt!!

Na ja, auch den Transport zum Schiff überlebt. Der junge Mann hatte allerdings  große Schwierigkeiten den richtigen Hafen zu finden.

Das war dann bei dem Wahnsinns Verkehr sicherlich eine Stunde Fahrzeit und er musste wegen dem vielen falsch fahren noch einen Tankstopp einlegen.

Aber so konnte  ich auch das Mal erleben, wie ein solches Gefährt betankt wird.

Wir wurden dann am Hafeneingang abgesetzt. Da die Tucktucks dort nicht rein dürfen.

Vereinbart war 3 $ als Fahrpreis. Er hat dann sehr höflich gefragt ob wir ihm wegen der langen Fahrt 4 $ geben können. Klar ich habe ihm 5 $  für seine Dienste gegeben.

Zudem hatte ich noch einige Sachen für so einen Fall  vom morgendlichen Costa Büfett  im Gepäck.
Wir hatten mittags nur ein wenig davon gegessen. Er hat sich darüber sehr gefreut und hat sich herzlich bedankt bei uns.

So mussten wir bis zum Schiff noch ein wenig durch die Gluthitze laufen.

Vor unserem Schiff  war ein kleiner Markt aufgebaut und wir konnten noch ein wenig shoppen.

Das handeln (habe ich eigentlich immer gehasst im Leben bis dato) wird dabei doch auch mittlerweile auf unserer langen Reise zu meinem eigen.

Allerdings gibt es für mich da Grenzen und alle müssen Leben.

Froh wieder an Bord zu sein, auch ein Unwetter war wieder im Anmarsch, ging es erst mal ans Nachmittagsbüfett. Allerdings ganz "eisern", heute nur einen Kaffee und nichts süßes!

Wobei wir während unserer "Coffeetime" von oben, unmittelbar auf das Markt-Geschehen vor dem Schiff sehen konnten.

Und somit das Chaos mit dem eintreffenden Sturm und den wegfliegenden Blechdächern, Geschenkartikeln, Stühlen, usw. von oben miterleben und auch filmisch festhalten konnten.

Sturm und Monsunregen

Dann war aber die ersehnte Dusche an der Reihe.

Heute Abend war auch an Bord wieder so einiges geboten. Es gab wahrlich hier auf dem Indischen Ozean die Party mit dem Moto „Kölner Karneval“. Allerdings beginn 21:30, ohne uns da viel zu platt, vom Tagesgeschehen.

Jetzt habe ich noch Kometenhaft schnell vor dem Abendessen meinem Bericht zu Colombo geschrieben.

Fazit Colombo: "müssen hier auf keinen Fall mehr hin im Leben"!

Es mag vieles schöne, vor allem auch Hotels mit Strand hier geben, aber von dem was wir in der Kürze der Zeit vom Land sehen konnten, lässt uns erkennen das man eben nicht mehr hier hin muss.

Die meisten waren empört über den Umgang vor allem der Tucktuck-Fahrer mit ihrem Inhalt im Gefährt. Das war halt die radikale Fahrweise und leider die unehrliche Abzocke, sich eben nicht an den ausgemachten Fahrpreis zu halten.

Wohl muss ich sagen dass wir das nicht mit uns haben machen lassen!

 
Colombo (Sri Lanka)

Colombo, die ehemalige Hauptstadt von Sri Lanka, liegt an der Westküste der für Gewürze, vor allem Zimt, bekannten Insel. Colombo ist schon seit dem 5. Jahrhundert als Hafenstadt bekannt, sie diente unter römischen, arabischen und chinesischen Händlern als Station. Seit dem 8. Jahrhundert siedelten dort muslimische Händler und danach nahmen erst Portugiesen, dann Niederländer und später die Briten Colombo mit seinem Hafen in den Besitz. Das historische Zentrum Colombos bildet das Fort, das heute Dienstleistungs- und Geschäftsviertel ist. Von dort aus verläuft die Galle Road mit zahlreichen Einkaufszentren und Restaurants. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeit Colombos gehört das 1946 nach dem Vorbild des Capitols in Washington errichtete Rathaus.



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