bernd-schacht - 29.10 Melbourne

 
Unser Blick von Schiff

29.10.2016 Melbourne

 

Wetter: morgens 10 * bewölkt  nachmittags: 24 Grad sonnig (windig)

Recht früh am Morgen mussten wir raus, es war Ausflug mit Costa. Um 6:00 Uhr „bimmelte“ das Handy.

Der erste Blick, oh Schreck, 10 Grad draußen und keine Sonne. Das Ende der langen Einfahrt in die Bucht von Melbourne (die viert Größte der Welt) haben wir dann bis zum anlegen, beim Frühstücken noch mit verfolgt.

Um 7:15 war der Treff im Theater um die Busnummer für den Ausflug zu bekommen.


Das klappt mittlerweile ohne lange Wartezeit und so saßen wir um 8:15 im Bus, bereit zur Rundtour.

Es gab unterwegs viele Infos von unserer Dänischen Reiseleiterin und der recht guten Übersetzung ins Deutsche,  durch Sharon.

So erfahren wir z.b. dass es einen ewigen Wettbewerb zwischen den Städten Sydney und Melbourne gibt, wer die bessere, größere und schönere Stadt ist.

Melbourne hat derzeit mit 4,1 Mio. Einwohnern fast 1 Mio. weniger wie Sydney. Melbourne hat aber das Ziel zu überholen. Wir werden es zu Hause im Auge behalten!


Melbourne hat sehr viel Attraktives zu bieten. Die „normalen“ Highlights einer Stadt am Wasser. Wobei es hier das Meer mit endlosen Stränden ist und dazu noch einen Fluss mittendurch mit einigen Brücken.

Aber auch die „Hammersachen“, wie die Formel eins Strecke an der Stadt, wo einmal im Jahr das Rennen startet. Olympia war auch schon mal hier. Das Jahr ist mir entfallen, aber ist schon länger her.
Natürlich ist der eine Tag hier für uns gar nicht vergleichbar mit der Zeit die wir in Sydney verbringen durften.

Aber aktuell ins Geschehen, mit unserer Rundfahrt durch die Stadt.


endlos Strand vom feinsten

Wir starten im Hafen und somit im ca. 2 KM entfernten Vorort „Port Melbourne“. Ein Glück, so sagt unsere Reiseleiterinn, das wir Samstag haben und  am frühen Morgen kaum Verkehr. Wir kommen zügig durch die Stadt. Der erste Stopp ist am Stadtrand bei einem Denkmal zu Ehren der 60.000 Australischen Gefallenen im zweiten Weltkrieg, welche nicht in die Heimat zurück geholt werden konnten.
So bringt uns sogar hier und ganz unverhofft eine weniger schöne Vergangenheit zum Nachdenken!

Allerdings bot der Ort  eine schöne Aussicht auf einen Teil der Skyline Melbournes.


Hier hatten wir eine viertel Stunde bis zur Weiterfahrt.  Das nächste war ein Stopp beim wohl sehr berühmten Australischen Museum.

Auch für uns, wir bezeichnen uns als „Kulturbanausen“, eigentlich ganz interessant.

Zunächst waren wir „zurück in die Vergangenheit,“ bei den Ureinwohnern den „Aborigines“.

Die Flora und Fauna originalgetreu mit Wasserläufen und Regenwald konnten wir im Kleinen sehen.

Die gesamte aktuelle Tierwelt und auch die Vergangenheit bis hin zu den Dinosauriern in Originalgröße konnten wir bestaunen.

Wir hatten eine Stunde Zeit, das reichte uns dann allerdings auch aus.

So ging es noch ein wenig weiter mit Bus durch die City. Hier konnte nun wer wollte den Bus verlassen um in der Stadt zu bleiben um dann mit der Tram 109 zum Port zurück zu fahren.


Da es aber schon fast Mittag war haben wir beschlossen die Siesta im Schiff zu machen.

Später konnte man eben dann mit der 109 zurück in die Stadt fahren.

Unsere Bekannte und Reisegenossin Ursula aus Kiel plante heute nach 25 Jahren hier in Melbourne ihre beiden Brüder Bernd und Uwe mit Anhang  zu treffen. Dieses Ereignis war schon Tagelang ein Thema. Das ganze Treffen wäre fast wegen Kontaktschwierigkeiten und Missverständnissen gescheitert,

Rosi und ich konnten Zufälligerweise noch zum Glücklichen gelingen beitragen und haben uns mitgefreut.

So war aber über die Tour ein wenig Zeit vergangen und unser Schiff legt eben mit und auch ohne uns um 17:00 Uhr ab.  So haben wir beschlossen mit „Rollie“, was ich ja nun mal liebe, die endlose Strandpromenade, vom Schiff ausgehend, in eine Richtung,  zu erkunden.

Es ist nun blauer Himmel, die Sonne scheint, aber teilweise kalter Wind.

Den meisten „Ausis“ scheint das nichts auszumachen. Der Strand ist gut belebt. Viele treiben Sport, fahren Boot und segeln. Allerdings, incl. der Kinder, sind alle ziemlich wenig bekleidet unserem empfinden nach.


Es ist ja wie schon gesagt hier Frühling, wie Deutschland im Mai. Es war aber wohl bis gestern eine ziemlich lange Kälteperiode. So ist anscheinend für die nun der Sommer ausgebrochen.

Wir laufen weit am Strand entlang auf der Promenade. Nebenan allerdings ein acht spuriger Highway.
Allerdings ist es Samstag und darum relativ ruhig. Dicke Autos und Motorräder machen heute die Show hier.

Viele Costa Kollegen sind hier wie wir unterwegs.

Unser Schiff haben wir über die vielen Kilometer an der Promenade, immer im Blick.
Wir gönnen uns unterwegs noch einen Kaffee bevor es  wieder an Bord zurück geht.


Überall und immer wieder die gleiche Prozedur mit dem Sicherheitscheck im Terminal oder auch im Schiff. Und Rosi ist genau wie auf jedem  Flug mit ihren „Ersatzhüften“ aus Titan, verdonnert zur Sonderbehandlung.

Aber kein Problem, sie darf immer rein und wir sind ja froh das Sicherheit und Kontrolle überall ein Thema ist.

Um 17:00 Uhr ist dann wieder mal was los auf „unserem“ Hinterdeck. Wir laufen aus und es gibt wieder die Feierliche Musik dazu.

Fast eine Stunde schauen wir bei der Ausfahrt zu.  Dann schnell unter die Dusche und  zum Abendessen.

Dort haben wir immer Freude mit unseren Tischnachbarn Margret und Theo aus der Schweiz.

Die werden uns in Singapur verlassen. Dann ist deren Reise, beginnend ab Los Angeles, beendet.

Auch sehr nett, zwei Tische weiter, Nora und Jürgen. Die machen schon die 25. Schiffsreise. Aber die erste und letzte so lange Reise.

Anschließend sind wir noch auf Deck 9 hinten unserem „Außen-Stammplatz“.

Nebenbei verpassen wir eine tolle Veranstaltung, die bereits um 19:45 (gute Zeit für uns) begann.

In der Disco, speziell für uns Deutsche an Bord, Tanz mit Deutscher Musik:

Soll wegen des Erfolges wiederholt werden, dann sind wir dabei.

Also am Hinterdeck waren heute Abend nur die ganz harten denn es ist kalt und man muss sich in Decken hüllen. So wird es nicht lang heute Abend.

Allerdings gab es am Abend schon die Durchsage vom Kapitän das es wieder hohen Wellengang geben wird.

Wir beobachten das man Sicherheitsmaßnahmen an Bord trifft welche wir bis Dato noch nicht kannten.

Sogar die große Zapfanlage der Theke wurde verzurrt!

Unsere Annahme dass es nun vorbei ist mit hohem Wellengang war trügerisch.

Es sollte wohl noch schlimmer kommen.

Gute Nacht und bis morgen. Als ich dieses hier schreibe, am nächsten Tag sehe ich Wellen, welche ich eigentlich im Leben niemals live erleben wollte.


Skyline Melbourne im Hintergrund

Es waren gesamt 113310 Besucher (287292 Hits) hier!