bernd-schacht - 4.-8.11 auf See

 

4.-8.11.2016 auf See

4.11.2016 

Wetter : 25 Grad  sonnig

Mein Büro heute mit Seeblick

Also, ihr lieben zu Hause, der Morgen beginnt mit einem Frühstück draußen, bei wieder angenehmen Temperaturen.

Die Ereignisse vom Vortag in Perth, bzw. Fremantle sind ein Thema, die Frühsportler mit Ihrer „Animateuse“ laufen übers Hinterdeck und wir genießen die Sonne.

Sind ganz spät mit dem Frühstück heute, aber was soll es genau genommen. Wir denken schon ab und zu was zu Hause mit dem „normalen“ Leben wieder auf uns zu kommt und lachen.

Alsbald sitze ich auf Deck 9, schreibe meine Reiseberichte und sortiere Fotos und Filmchen, wie immer.

Ich lasse nicht locker mit dem Schreiben bis es Mittagessen gibt.

Seekarte mit Wellenhöhen, aktuell.

Jetzt sitze ich wieder hier und es ist schon einen Tag vergangen eh ich das schreibe.

So muss ich jetzt schon überlegen was denn alles geschehen ist am gestrigen Tag.

Mittlerweile kennt man immer mehr, nette Leute. Mit den anderen nicht netten wollen wir auch nichts zu tun haben.

So im engsten Bekanntenkreis lernt man sich immer besser kennen. Denn es sind ja jetzt über zwei Monate vergangen und wir sind tagtäglich zusammen.

Es gibt viel Spaß, aber es wird auch viel über unsere Reise gesprochen und diskutiert.

das ist Spitzenleistung hier an Bord

Hier gibt es positives und negatives. Oft sind Rosi und ich hin und hergerissen mit unseren Gefühlen und dem eigenem Empfinden.

Es ist so dass einige das Negative auflisten um mit anderen gemeinsam gegen Costa vorzugehen.

Aber wir beide wollen Traumreise treu bleiben und wir haben ja noch so vieles zu erleben.

 

 

5.11.2016

 

Wetter :  28 *  sonnig

Es ist heute schon Sonntag der 6.11. und ich sitze auf Deck 9 schaue über den blauen Indischen Ozean, wo wir uns nun mittendrin befinden.

Ich überlege was es  von gestern zu berichten gibt. Der Tag fängt harmlos an!

Aber dann kommt der „Kracher“!!!!!!!!

Der Samstag auf See beginnt mit viel Sonne und „mucho Calor“. Aber das gefällt uns beiden ja am allerbesten.

Wir lesen, schwimmen, sonnen uns und treffen Freunde. Das letztere kann man sicher nach der langen Zeit jetzt so sehen.

Von zu Hause kommt die Nachricht dass unser lieber Nachbar sich von der letzten hohen Tanne im Garten getrennt hat. Das freut uns zu sehen. Franzi, Nele und auch unser Nachbar selbst, schicken uns eine Fotosession dazu.

Um ca. 9:30 kommt eine Durchsage vom Kapitän, das wir um 11:30 ins Theater kommen, da er uns etwas Wichtiges zu sagen hat.

Die Spekulationen was es wohl gibt sind vielfältig.  Da ja so einiges geschehen ist auf dem letzten Teilstück seit Los Angeles.

Wir werden dann Zeitzeuge einer tollen Verkündung von unserem Kapitän Mateo Faffa.

Bzw. in Deutsch vorgetragen von der Deutschen Reiseleiterinn Dietlinde.

In Anbetracht der Ereignisse der letzten Wochen bekommen wir eine Kreuzfahrt geschenkt.

unser Geschenk vom "Käpten"

Die startet von Venedig oder Triest und geht über die Adria zu den Griechischen Inseln.

Wir sind alle „Baff“! So was gibt es eigentlich allerhöchstens bei Ereignissen z.b. mit Reiseabbruch wegen eines Unglückes, usw.!

Die Freude ist groß und die Planungen laufen schon am Abend dass unsere Reisefreunde sich eventuell wiedertreffen, in dem ,man den gleichen Termin wählt.

Das Ganze ist möglich in der Zeit von April bis November 2016 , auf der Costa Luminosa.

Allerdings ist bei aller Freude natürlich durch die Aktion des „Käptns, bzw. der Costa Führung in Genua, auch „Öl ins brennende Feuer gekippt worden“!

Denn hierdurch hat man ja durch die Blume mitgeteilt dass nicht alles so gut war.   

Bedeutet die Kritiker werden nicht ruhiger dadurch, sondern genau das  Gegenteil passiert jetzt.

Wir beide hören uns alles an. Da sind die vielen zufriedenen, wie auch Nora und Jürgen unsere Tischnachbarn beim Abendessen. Die beiden haben schon ganz viele Seereisen gemacht und sagen das immer wieder auch was schiefgeht und das es überall das gleiche ist.

Wir verstehen aber auch Uschi und Jürgen (erfahrener Seemann). Die haben  sozusagen eine Negativliste erstellt. Primär allerdings gründet das negative indem man anklagt das man mit der Fahrt durch diese „Wellenberge“, Leib und Leben der Reisenden gefährdet hat. 

Zudem das mit dem, bzw. den ev. Sogar zwei, kaputten Motoren, bzw. Elektroantrieben. Hier gehen die Vermutungen sogar soweit dass  man mit einem defekten Antrieb die Reise angetreten hat.

Diskutiert und Angeklagt wird auch die sozusagen „Epidemie“, mit den vielen, auch schwer kranken Leuten. Hier Insbesondere die eventuell mangelnde Hygiene im Essbereich und auch z.b. im Fitnessraum. An den Desinfektionsspendern im Essbereich rennen viele einfach vorbei. Eine bessere Kontrolle von Costa wäre sicherlich angebracht.

Desweiteren die zu kalt temperierten Räume und die Hygiene der Klimaanlage selbst.

Das Thema will ich hiermit zunächst mal abhaken! Wir warten den Verlauf der Dinge ab.
Nachmittags gibt es noch einen Vortrag über die Häfen und Länder von Singapur bis Phuket, mit nützlichen Informationen für uns und unsere Individuellen Unternehmungen.

Am Abend sitzen wir bei  angenehmen Temperaturen draußen in unserer Runde.

Dann kommen wie verabredet unsere Schweizer Freunde, Margret und Theo auf unser Deck.

mit Margret und Theo

Die beiden haben uns eingeladen ihr Geschenk vom Kapitän, eine gute Flasche Sekt, gemeinsam zu vernichten. Das gelingt uns ganz gut und wir haben mit den beiden Senioren einen schönen Abend.

Klar ist auch hier, dass wir uns im Leben wiedersehen werden. Wir würden „happy“ sein wenn wir in dem Alter noch so fit sind.

Die beiden fahren auch Wohnmobil und wir haben viel zu erzählen.

Wir trinken auch auf unseren Kapitän und freuen uns auf die geschenkte Reise.

Mit „Seegang“ müssen wir den Gang in die Kabine antreten.

 

6.11.2016 auf See

  

Wetter: 30 *  sonnig

Ein toller Tag beginnt. Wetter und Laune sind gut.  Wir sind mitten im Indischen Ozean und der präsentiert sich von seiner besten Seite.

Der Indische Ozean bildet etwa 20 % der Gesamtfläche aller Ozeane. Dazu gehören das rote Meer, der Golf von Aden, der Persische Golf, das Arabische Meer, der Golf von Bengalen, die Andamansee und der Golf von Oman.

Die See nennt sich heute „leicht bewegt“. Wir gleiten mit Südwind, also Rückenwind und so ca. 19 Knoten, trotz mindestens einem kaputten Antrieb, unserem Ziel Singapur entgegen.

Es scheint wenn ich meine Seekarte betrachte gar nicht mehr so weit. Allerdings geht es morgen früh los mit den engen Passagen.

Denn wir müssen durch die sogenannte  Sunda Straße, welche die Inseln Sumatra und Java trennt.

Das ist eine schmale Wasserstraße mit viel Schiffsverkehr. Die breite beträgt 24 KM und  es gibt wohl sehr schwierige Strömungsverhältnisse hier. Unterschiedliche Wassertiefen, von sehr tief bis nur 20 Meter tiefe und vieler Ölbohrinseln, machen das navigieren für unser Schiff nicht so ganz einfach.

Ich werde wohl mal versuchen das um 7:30 morgen früh mitzuerleben, wenn wir die Durchfahrt beginnen.

Galaabend

Für Singapur wurden uns die teilweise „Haarsträubenden“ Einreise und Zollbedingungen mitgeteilt.

Hier herrscht Ordnung und Sauberkeit!! Und es gibt schon fast die Todesstrafe für Kaugummi kauen und „wildpinkeln“!!

Nachtragen will ich noch, als Nichtraucher, wie schwer den Rauchern das Leben in Australien gemacht wird! Es gibt kaum Orte wo man überhaupt Rauchen darf, auch draußen und das, sehr eingeschränkt.

Schon in den USA war es ähnlich!  In Australien kostet eine Zigarette ca. 1 €!!!!

Man sieht, sicherlich auch durch diese Umstände, kaum Raucher.  Für mich als Nichtraucher ein gelobtes Land!!!

7.11.2016  auf See

Wetter: 29 * sonnig

Guten morgen aus der Meerenge zwischen Sumatra und Java. 

Nach dem erwachen beim Frühstück sind es schon 28 Grad und die Sicht auf  sehr einsame und bewaldete Inseln linker Hand  ist wunderschön.


Unser Frühstücksplatz

Leider trübt die Sicht im Verlaufe des Morgens immer mehr ein. Die Sonne scheint wohl aber enorm und heiß von oben durch den Dunst.

Die Luftfeuchtigkeit ist hoch, aber durch den Wind kann man es gut aushalten.

Wir erkennen im Verlaufe der Durchfahrt oft nur Schemenhaft die Schiffe, Ölbohrinseln und das Land auf beiden Seiten.

Das Wasser hat hier 29 Grad und es ist wirklich teilweise ein sehr flaches Gewässer.

Bei der Info vom Kapitän am Mittag, waren gerade mal 30 Meter unter uns bis zum Grund.

Am Nachmittag ist der Dunst dann weg. Unser Mittagessen beschränkt sich heute auf Crêpes  mit Eis.

Meinen Sportteil habe ich schon heute Morgen erledigt.

Am Nachmittag ist dann zunächst Siesta in der Sonne. Mittlerweile haben wir wieder das offene Meer erreicht. Wir fahren, nach der langsamen Fahrt durch die Enge mit 9 Knoten, jetzt wieder mit 18,7 Knoten.
Das Meer (Andamansee) ist total ruhig und der Wind weht mit 20 KM/Stunde.

Heute am Morgen um 11:30 hatte die Crew, mit den verschiedenen Abteilungen, an der Bühne in der Mitte des Schiffes, einen tollen Auftritt. Gesang und Tanz wurde geboten.

 

Trotz der Hitze war eine Superstimmung. Unsere Zimmermädchen Eva war auch dabei.

 
Eva in Aktion

Zum Abschluss war auch ich „Schweißgebadet“ auf der Tanzfläche.

 

8.11.2016  auf See

 

Wetter: 30 *  leicht bewölkt

 

Hallo und guten Morgen von Bord der Luminosa aus dem Meer von Java im Indischen Ozean. Die Wassertemperatur beträgt 31 Grad.

Es ist sehr heiß und die hohe Luftfeuchtigkeit kommt dazu. Aber durch den leichten Wind ist alles erträglich.  

Wir haben ja als Abkühlung die Außendusche und den Pool. Der Pool hat allerdings auch bestimmt 30 Grad. 

Und wenn man will geht man in das innere des Schiffes und befindet sich sofort im Klimatisierten Bereich.

Es gibt hier Senioren, vielleicht auch jüngere Leute, welche so weiß sind wie beim einschiffen in Savona. Die machen die Reise eben nur in den Klimatisierten Räumen, zumindest bei Sonnenwetter.

Rosi und ich sind natürlich als Sonnenfreunde schon zum 5.ten mal braun.

Heute Mittag sitze ich auf Deck 9 und schreibe, jetzt wo alle Essen. Ich habe so spät und viel gefrühstückt das nichts geht. Tut auch mal ganz gut!! 

Wir planen bereits intensiv für Morgen in Singapur.

Leider ja nur für zwei Tage, aber wir werden das maximale daraus machen.

Heute war ein super „geiler“ Abend.  Mit einem lachenden und einem weinenden  Auge.

Denn von einigen lieben mussten wir Abschied nehmen. Die Reise war nun zu Ende.

Wir haben auch das mit den “Augen“!!!! Weinend und lachend.

Weiteres zu diesem Abend…. Später!

Jedenfalls wird es für die nächsten Tage schwierig meine Berichte zu schreiben.

Wir haben kaum noch Seetage. Macht euch keine Sorgen , ich werde mich melden!!




 

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