bernd-schacht - 23.09 Guatemala




23.09.2016  Guatemala

Der Tag mit Landgang beginnt für uns (wir haben keinen Ausflug mit Costa gebucht), in Ruhe mit ausschlafen und Frühstück draußen bei lauen 28 Grad.

Unser Schiff hat längst angelegt und viele gehen schon von Bord um in ihre Ausflugbusse zu steigen.

Wir lieben das morgens ruhig anzugehen, ohne Eile und Hektik, wie wir das mittlerweile auch zu Hause praktizieren.

Das erlebte ist schon so sehr viel und man braucht auch die Ruhe das ganze zu verarbeiten.

Die Neigung ist natürlich immer da sich das Maximale mitzunehmen, da man sich sagt, hier kommst du wohl nie mehr  hin.

Aber dennoch in Ruhe frühstücke und dann unseren ganz privaten Landgang angehen.

Als wir dann so um 9:00 Uhr das Schiff verlassen, überrascht uns Guatemala positiv mit dem ganz toll gestalteten Terminalbereich.

Hier geht alles, shoppen, Musik, relaxen, Bars und nette Einheimische die uns begeistert begrüßen.

Wir verbringen hier den ganzen Morgen. Es gibt ein Einheimisches Bierchen. Wir trinken einen Guatemala- Kaffee (schmeckte nicht) und haben dabei ein schlechtes WIFI!

Wir telefonieren über WhattsApp mit den lieben zu Hause.

Man kann hier in Hängematten chillen und das genieße ich auch mal.

Von den 1600 Gästen an Bord sind doch recht viele hier und heute ohne Ausflug wie man sieht.

Mittags gegen 12:00 Uhr gehen wir wieder an Bord um zu Essen und für unsere Siesta.

Wir verabreden uns mit Anni und Jochen für einen Ausflug in die nahe Stadt Puerto Quezal.

Um 13:30 treffen wir uns vorm Schiff. Die Taxibusse stehen direkt vor dem Gelände.

Zunächst heißt es mal wieder verhandeln. Wir fahren hin und zurück für 30$ mit 4 Personen.

Unser Fahrer „Cäsar“ fährt uns, wie immer ohne Anschnallgurte, im typischen Kleinbus, in die „City“ der Kleinstadt.

Wir waren abermals überwältigt und auch froh das karge Leben der Menschen, hier ohne Tourismus, Hautnah zu erleben.


"Cityleben"

Costa-Kollegen konnten wir hier, mitten im Leben, keine finden. Es fehlten hier gänzlich die Touristen.
Trotz der für uns unmöglichen Lebensumstände, sehen wir weitgehend  zufriedene Menschen.

Die winken uns zu und sind begeistert uns etwas anders aussehende zu begrüßen.
Wir sehen heute auf unserem rein privaten Ausflug nicht die Kulturen der Mayas, aber wir sind froh das wahre Leben der Menschen hier und heute zu erleben.

Ich Filme und fotografiere alles was geht.  Das werden dann vor lauter Begeisterung sicher über 200 Fotos.

Man fühlt sich hier wohler wenn man zu viert unterwegs ist!

Man sieht viel Polizei und private Sicherheitsdienste mit MP im Arm.

Wir gehen durch den Wahnsinnslärm der Stadt zum nahen Strand. Hier wird gerufen, geschrien auch über Megaphone, laute Musik überall und Autolärm. Vor allem überraschen uns die vielen Dreirädrigen sogenannten  Tucktuck. Die gibt es in Maßen hier.

Wir stehen an einer kleinen, wahnsinnig belebten Kreuzung und staunen nur.

Man kann das erlebte leider oft in Wort und Bild so nicht wiedergeben wie man es tatsächlich erlebt und fühlt.

Mit meinem Spanisch kann ich hier gut  klarkommen und erfrage so einiges wissenswerte.

Das ganze hier war mal der Ursprüngliche Hafen von Quezal. Leider alles verkommen jetzt!

Der Pazifik hat riesige Wellen. Wir schätzen so 2,5 mtr. Hoch. Der Sand am Strand ist wegen der Vulkan-Landschaft komplett schwarz.

Es gibt in unmittelbarer Nähe einen sehr aktiven Vulkan. Erdbeben sind auch hier ganz normal.

Auf dem Weg zurück vom Strand, zum zentralen Plaza (wo unser Taxi abfährt), treffen wir zufällig (???) unseren Taximanager „Jose“. Der führt uns durch die Gassen und erzählt uns vom Leben hier.

Ihn kennt jeder hier und er ist wohl einer aus der besser gestellten Klasse. Ich sage ihm dass er wohl hier im Ort so was wie der „el chefe“ ist.

Nachdem ich ein altes „Schrottmotorad“ fotografiere zeigt er mir auf seinem Smartphone ein Foto seiner  neuen Yamaha.

Alsbald sind wir am Taxi und bereuen eigentlich das wir nur 1,5 Stunden für unsere  Erkundungen  hier erbeten hatten.

 

„Cäsar“ fährt uns, nicht angeschnallt, (man hat kein gutes Gefühl dabei) durch das Chaos, zurück zum Schiff.

Hier im Cruiseterminal, treffen wir noch Anna und Franco zum „Heimischen Absacker Bierchen“.

An Bord gibt es wieder von allen Seiten viel zu erzählen, was Ausflüge, Land und Leute betrifft.

Es gibt immer begeisterte und auch die anderen welche dann nicht so begeistert waren.

Da gibt es die „Bus-Panne“, den Regenschauer im Regenwald, die Anmache durch die Straßenverkäufer, usw..

Wir vier jedenfalls waren begeistert hier gewesen zu sein. Beim ablegen hatten wir allerdings keinen Wehmut, bei dem Gedanken das wir hier nicht mehr hinkommen.

Wir beschließen den Abend beim Smalltalk, wie so oft, ganz hinten, ganz oben an Deck und ohne weitere Abendliche Aktivitäten, wie tanzen, Theaterbesuch, oder so.

Beide fühlen wir uns wie sehr viele an Bord, Gesundheitlich nicht so gut.

Ich habe Rückenschmerzen und bin wieder erkältet, sowie auch Rosi.

Geschätzt haben hier derzeit bestimmt mindestens 30 % der Gäste an Bord, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen.

Aber unsere Erlebnisse und die Freude machen das alles nur halb so schlimm!

 

 

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